Bayreuth Baroque

Glanz, Gewalt und Samtklang

Max Emanuel Cencic inszeniert und singt «Floridante» in Deutschlands vierter Händel-Hochburg. Und Bruno de Sá wird umjubelt

Roland H. Dippel • 05. September 2026

Verkleidung, Flucht, Hoffnung: Eva Zalenga (Rossane), Bruno de Sá (Timante), Max Emanuel Cencic (Floridante), Sonja Runje (Elmira) © Clemens Manser

Abgesehen von der Suche nach Geld in Zeiten klammer Kassen hat Bayreuth Baroque keine Probleme. Die Premiere Anfang September ist längst zu einem gesellschaftlichen Höhepunkt der oberfränkischen Universitätsstadt avanciert – fast vergleichbar mit den Festspielen auf dem Grünen Hügel. Von dessen Spitzen freilich lässt sich vor dem Markgräflichen Opernhaus zur Eröffnung von Bayreuth Baroque kaum jemand sehen. Mit seiner siebten, überhaupt nicht verflixten Ausgabe hat sich das Festival neben Halle, Göttingen und Karlsruhe längst als vierte Händel-Festspielstadt Deutschlands positioniert. Die Bayreuther Inszenierung von Händels «Flavio» (2024) kommt im Oktober am Staatstheater Meiningen heraus. Die Dekorationen von «Floridante», einer Kop…